Frauen sind grundsätzlich näher am Wasser gebaut als Männer. Männer weinen beim Fußball – Frauen finden immer eine Gelegenheit, um die Taschentücher auszupacken. Tränen sind menschlich, können aber auch manipulieren. Nicht jede weinende Frau hegt unlautere Absichten, aber jeder muss klar sein: wenn sie ihre Tränen sprechen lässt, übt sie ganz automatisch Macht aus.

Die Macht der Ohnmacht. Denn verheulte Augen appellieren implizit an den Chef, den Partner, die Freundin, die Kollegen: „Mir wird schon so viel zugemutet – verlangt bloß nicht noch mehr von mir …!“#FemaleEmpowerment: 4 Maximen für Frauen, damit #Diversity ein Erfolg werden kann. Share on X

Das Spannungsfeld zwischen Macht und Ohnmacht bestimmt nicht nur unsere zwischenmenschlichen Beziehungen, sondern auch die Beziehung zu uns selbst. Frauen neigen dazu, nicht nur anderen gegenüber eine Ohnmachtshaltung einzunehmen, sondern auch gegenüber der eigenen Person. Sie sehen sich als unschuldige Opfer, denen Anerkennung, Gleichberechtigung und Einflussnahme versagt wird.

Diese gewohnheitsmäßige Passivität produziert Frauenleiden wie übersteigerten Perfektionismus, die Unfähigkeit, Nein zu sagen oder den Glauben, andere (vor allem Männer) seien kompetenter als man selbst.

Wenn „Diversity“ ein nachhaltiger Erfolg werden soll, müssen Frauen lernen, von der Ohnmachtshaltung („ich muss“) zu einer Haltung der Selbstermächtigung („ich will“) zu gelangen. Am besten mit diesen Maximen:

Sei du selbst

Authentizität beginnt mit Selbsterkenntnis. Wer sich nie fragt: „Wofür lebe ich?“, muss sich fremdbestimmt fühlen. Eine Frau, die ihr Selbst- und Werteverständnis ausschließlich aus den Vorgaben des Partners, des Vorgesetzten und der Gesellschaft schöpft, riskiert, sich weiblichen Stereotypen gleichzumachen. Sich bescheiden geben, anderen den Rücken freihalten, zurückstecken, Lächeln und Nicken? Arbeiten, bis der Arzt kommt und alles tun, damit man gemocht wird?

Der Konformismus weiblicher Selbstausbeutung macht nicht nur krank. Er erschwert auch die Authentizität, weil er an überkommene Geschlechternormen bindet und uns blind macht für alternative, zukunftsfähige Formen des Denkens, Fühlens und Handelns. Eine „echte“ Frau kann vieles sein: empathisch und machtbewusst, nett und konsequent, männlich und weiblich. Sie muss nur wissen, wer sie sein und wofür sie stehen will.

Habe Mut zum Selberdenken!

Seit Immanuel Kant wissen wir: Nur das Selbstdenken befreit aus der „selbstverschuldeten Unmündigkeit“; unserer Angewohnheit, zu meinen, was man meint, nachzuäffen, was man tut. Der Automatismus, das eigene Denken an andere zu delegieren – aus Angst, aus Bescheidenheit – verstärkt die Ohnmacht. [longquote source=““]Selberdenken trainiert man, indem man aufhört, alles sofort zu googlen und zur Abwechslung einmal den eigenen Verstand befragt: „Was ist Verantwortung? Was will ich tun – und was sollte ich tun?“[/longquote]

Zeige Respekt!

Eine Frau, die unfähig ist, sich selbst zu achten, ist auch unfähig, andere wirklich zu respektieren. Sie zieht es vor, ohnmächtig darauf zu warten, dass „Mann“ ihr Respekt zollt … und ist beleidigt, wenn das nicht geschieht. Eine Frau, die sich ihres Werts bewusst ist, empfindet sich dagegen als Ziel, aber niemals als Opfer von respektlosem Verhalten. Sie hat den Mut, anderen wie sich selbst unbedingte Wertschätzung entgegenzubringen – und fördert so tragfähige Beziehungen.

Wisse deine Macht zu schätzen!

„Macht“ heißt „Machen“, „Können“, „Vermögen“. Mächtig ist die, die zeigt, was sie kann, die mit ihrem Können auf andere einwirkt, Impulse setzt, Dinge verändert. Eine mächtige Frau hat es nicht nötig zu manipulieren. Sie lässt sich nichts vorschreiben. Sie wartet nicht auf das Glück – sie „macht“ sich und andere glücklich. [longquote source=““]Frauen brauchen mehr Mut zur Macht. Denn OHNE MACHT KEINE ANERKENNUNG![/longquote]

 

Ich zeige Ihnen, was Authentizität, Mut und Neugier heute wirklich bedeuten.

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